Klinik-Tagebuch Tag 5 und 6

04.03.2018 - 14:25 [Fortsetzung meiner Gedanken bzgl. Shin:] Es ging so weit, dass wir Schulter an Schulter lagen und er am Ende seinen Kopf auf meine Schulter legte. Ich habe diese Geste erwidert, mich danach aber gedanklich ziemlich gestresst. War das zu nah? Das war zu nah. Als wir schlafen gingen habe ich noch lange... weiterlesen →

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Ohne Inhalt

Der Tag beginnt und bedroht mich vom ersten Augenblick an mit Inhalt. Oder will damit gefüllt werden, keine Ahnung, jedenfalls ist er sehr hartnäckig und hört nicht auf, mit einem Stock in mir rumzupuhlen wie in einer offenen Wunde. Ich entschließe mich zu einer Absage per Nachricht und ein wenig von dem Druck schmilzt aus... weiterlesen →

Liebesbrief an die Schöpfung

Wie ein Schwarm 2 Meter großer Hummeln dröhnt der Motor durch Ohrmuschel und Hörnerv in mein Bewusstsein. Und das vermutlich ohne zu wissen, dass sein Geräusch beim Vorantreiben des Autos in dem ich sitze, in mir eine ganz bestimmte Empfindung auslöst. Die Haare am Rand meines Gesichts, die zu kurz für den Zopf sind, wuseln... weiterlesen →

Das eigene Leben formen

Die Tage dümpeln vor sich hin an mir vorbei und ich frage mich, was ich hier überhaupt mache. Naja, eigentlich weiß ich's. Und der Grund, aus dem ich mir diese Frage Stelle, ist gleichzeitig die Antwort. Prokrastination. Die Tage wabern an mir vorbei und ich bin froh, wenn ich es schaffe ein, zwei Kleinigkeiten zu... weiterlesen →

Kopfkino

Ich habe gerade eine wichtige Lektion in Sachen Stressmanagement gelernt. Eins meiner Hauptprobleme ist ja dieses, dass ich die Probleme der Menschen in meinem engen Umfeld schnell zu meinen werden. Und ich neige zu erbarmungslos paranoidem Kopfkino. Böse Kombination. Sowas kann zu Konflikten sondergleichen führen. Aber vor allem stresst es mich. Zumal das Kopfkino namentlich... weiterlesen →

sitting, waiting

Ich seufze. Rauch quillt aus meinen Nüstern. Ich hab verloren. schon wieder. Dabei war mein Sieg so glorreich, so hart erkämpft. Meinen Sieg kann mir auch niemand mehr nehmen. Und die gute Zeit auch nicht. Trotzdem hab ich jetzt so nen bitteren Geschmack im Mund. Ohne Beschäftigung fange ich wieder an, mich zu langweilen. Ja,... weiterlesen →

Klinik-Tagebuch Tag 4

03.03.2018 - 12:28 Ich habe bis halb 10 geschlafen. Traurig aufgewacht. A. vermisst. Nach Hause gewollt. Am Wochenende gibt's keine Morgenrunde und man kann länger frühstücken. Ein belegtes Brötchen gegessen. Fühle mich neben der Spur. Sind zum Kaufland gegangen, Bewegung hat gut getan. Zum Mittag habe ich nichts runterbekommen. 2 Bissen vielleicht. Und einen Brownie.... weiterlesen →

Klinik-Tagebuch Tag 3

02.03.2018 - 16:27 Mein erster Gedanke nach dem Aufstehen: "Jetzt einen rauchen..." Die Einsicht, das nicht zu können, hat mich schwer deprimiert. Zum Frühstück habe ich nur ein belegtes Brötchen runtergekriegt. Danach habe ich mir Buscopan gegen Regelschmerzen geben lassen. Das hat meinen Magen etwas gefickt. Ein Magenschutz half. Starke Unruhe. Um 9:00 Ergotherapie. Ich... weiterlesen →

Wiedervereinigung

In meinem Schädel rast es. Die Gedanken strömen, das Kopfkino läuft, unaufhaltsam, weiter, immer weiter. In meiner Brust kocht es. Die Gefühle wirbeln, treffen sich auf halbem Weg mit den Gedanken, vermischen sich mit ihnen und bilden einen homogenen, festen Klumpen in meiner Kehle. Der dicke, schwere Vorhang ist weg, die Trennwand zwischen Hirn und... weiterlesen →

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