Liebesbrief an die Schöpfung

Wie ein Schwarm 2 Meter großer Hummeln dröhnt der Motor durch Ohrmuschel und Hörnerv in mein Bewusstsein. Und das vermutlich ohne zu wissen, dass sein Geräusch beim Vorantreiben des Autos in dem ich sitze, in mir eine ganz bestimmte Empfindung auslöst. Die Haare am Rand meines Gesichts, die zu kurz für den Zopf sind, wuseln... weiterlesen →

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Das eigene Leben formen

Die Tage dümpeln vor sich hin an mir vorbei und ich frage mich, was ich hier überhaupt mache. Naja, eigentlich weiß ich's. Und der Grund, aus dem ich mir diese Frage Stelle, ist gleichzeitig die Antwort. Prokrastination. Die Tage wabern an mir vorbei und ich bin froh, wenn ich es schaffe ein, zwei Kleinigkeiten zu... weiterlesen →

Kopfkino

Ich habe gerade eine wichtige Lektion in Sachen Stressmanagement gelernt. Eins meiner Hauptprobleme ist ja dieses, dass ich die Probleme der Menschen in meinem engen Umfeld schnell zu meinen werden. Und ich neige zu erbarmungslos paranoidem Kopfkino. Böse Kombination. Sowas kann zu Konflikten sondergleichen führen. Aber vor allem stresst es mich. Zumal das Kopfkino namentlich... weiterlesen →

sitting, waiting

Ich seufze. Rauch quillt aus meinen Nüstern. Ich hab verloren. schon wieder. Dabei war mein Sieg so glorreich, so hart erkämpft. Meinen Sieg kann mir auch niemand mehr nehmen. Und die gute Zeit auch nicht. Trotzdem hab ich jetzt so nen bitteren Geschmack im Mund. Ohne Beschäftigung fange ich wieder an, mich zu langweilen. Ja,... weiterlesen →

Klinik-Tagebuch Tag 4

03.03.2018 - 12:28 Ich habe bis halb 10 geschlafen. Traurig aufgewacht. A. vermisst. Nach Hause gewollt. Am Wochenende gibt's keine Morgenrunde und man kann länger frühstücken. Ein belegtes Brötchen gegessen. Fühle mich neben der Spur. Sind zum Kaufland gegangen, Bewegung hat gut getan. Zum Mittag habe ich nichts runterbekommen. 2 Bissen vielleicht. Und einen Brownie.... weiterlesen →

Klinik-Tagebuch Tag 3

02.03.2018 - 16:27 Mein erster Gedanke nach dem Aufstehen: "Jetzt einen rauchen..." Die Einsicht, das nicht zu können, hat mich schwer deprimiert. Zum Frühstück habe ich nur ein belegtes Brötchen runtergekriegt. Danach habe ich mir Buscopan gegen Regelschmerzen geben lassen. Das hat meinen Magen etwas gefickt. Ein Magenschutz half. Starke Unruhe. Um 9:00 Ergotherapie. Ich... weiterlesen →

Wiedervereinigung

In meinem Schädel rast es. Die Gedanken strömen, das Kopfkino läuft, unaufhaltsam, weiter, immer weiter. In meiner Brust kocht es. Die Gefühle wirbeln, treffen sich auf halbem Weg mit den Gedanken, vermischen sich mit ihnen und bilden einen homogenen, festen Klumpen in meiner Kehle. Der dicke, schwere Vorhang ist weg, die Trennwand zwischen Hirn und... weiterlesen →

rennen

Glücklich zu sein ist eine der schwersten Aufgaben des Lebens. Manchmal bekomme ich das Gefühl, dass es fast unmöglich ist. Wir laufen durch die Straßen, sind irgendwo unter dem dicken Schutzmantel aus Masken und Konditionierungen verwirrt und verängstigt und haben nicht den blassesten Schimmer, was wir eigentlich hier tun. Wir rennen uns selbst hinterher.

Klinik-Tagebuch Tag 2

"01.03.2018 - 8:28 Um 7:00 klingelte der Wecker. Ich habe nicht so gut geschlafen, bin oft wach geworden. Um 7:45 fand die Morgenrunde statt. Alle Patienten und die Oberschwester, in Begleitung des Lehrlings, sitzen dabei im Besprechungsraum im Kreis. Der Küchen- und Ordnungsdienst wird eingeteilt und die Schwester liest vor, wer zur Belastungserprobung (BEP)* zugelassen... weiterlesen →

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