Mutterliebe

Die erste Aufgabe des Kurses „writing 101“ besteht darin, 20 Minuten lang einfach zu schreiben, ohne ein bestimmtes Ziel.
Wenn ich schreibe, hat das zumeist einen Grund und meine Beiträge sollen zu einem Ziel führen. Nun habe ich kein Ziel.
Eigentlich hatte ich mein Leben lang nie Ziele. Ich hatte vielleicht Träume oder eine fixe Idee von dem was ich tun oder werden möchte. Ich denke, ein Ziel definiert sich anders. Ein Ziel ist ein Endpunkt, für dessen Erreichen man alles Notwendige zu tun bereit ist. Bei mir hatte das zumeist schnell ein Ende. Was ich nicht alles ausprobiert habe – und meine Mutter hat mich in allem unterstützt. Sie hat mich bei einem Volleyballverein angemeldet, beim Tambocourps damit ich Querflöte spielen kann, hat mir eine Blockflöte gekauft, die Liste zieht sich ins Endlose. Nichts von alledem habe ich beibehalten. Was ja an sich nichts Schlimmes ist, ich kann sagen dass ich vieles ausprobieren konnte um meine Persönlichleit zu entwickeln und das habe ich meiner Mutter zu verdanken, die immer alles in ihrer Macht stehende getan hat, um mich zu fördern. Erst spät habe ich das begriffen und bin ihr heute unendlich dankbar. Ich habe meiner Mutter mit meinem Sturm-und-Drang-artigen Erwachsenwerden viel Kummer bereitet. Umso mehr freue ich mich über meinen Lebenswandel, der auch ihr nun erlaubt, ruhig schlafen zu dürfen.
Meine Mutter hat ihr ganzes Leben lang für ihre Kinder gearbeitet, gelitten und gekämpft. Sie hat sich aufgeopfert.

Wenn irgendein Mensch auf dieser Welt Respekt verdient hat, dann ist es meine Mutter.

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