Traumtagebuch Log. 7

Meine Familie und ich machen Urlaub, ich weiß nicht wo, aber es ist direkt am Meer. Bzw. man kann in einigen Kilometern Entfernung Land sehen, ich glaube also, dass es eine große Bucht ist. Die Stadt ganz in der Nähe mutet mittelalterlich an, liegt auf einem Hügel an dessen Spitze das Schloss liegt, das die ganze Gegend überblickt. Ich gehe hoch zu dem Schloss und lerne die Königin kennen, mag sie ganz gerne und sie schenkt mir eine Apparatur, mit der ich fliegen kann. Es handelt sich um Schuhe mit Rollen daran, neben denen sich Schubdüsen befinden. Ein Helm und Handschoner sind auch dabei (Ja, die Ähnlichkeit mit Inlinern ist kaum zu leugnen) und ich kann das Ganze mit den Bewegungen meiner Zehen in den Schuhen steuern. Es macht unglaublich Spaß, aus dem höchsten Turm des Schlosses zu springen und durch die Gegend zu fliegen. Ich gleite also an der Schlossmauer entlang und will der Königin und einem weiteren Freund um die Ecke folgen, doch der Wind ist so stark, dass er mich wieder zurück wirbelt. Ein zweiter Versuch mit etwas mehr Anlauf funktioniert dann aber. Ich will zu meiner Familie aber bemerke, dass ich von hier oben gar keinen Überblick habe, also zeige ich der Königin auf einer Karte, wo das Camp ist und sie führt mich dort hin. Stolz zeige ich meiner Familie, wie weit die Technik schon gekommen ist und freue mich riesig, dass ich endlich fliegen kann.

Dann verändert sich plötzlich das Setting, es wird allgemein eher unheimlich, unser Zelt wird zur zusammengeschusterten Holzhütte, wir sind im Wald, es sind kaum noch Menschen da, alle Zelte oder Wohnwagen sind dreckig und zerstört. Ich erinner mich nicht mehr so gut, ich glaub wir werden angegriffen und alle anderen werden getötet, bis auf mich und zwei Andere… Wir laufen auf allen Vieren, können sehr hoch springen und sind, denke ich, katzenartig. Wir fliehen und versuchen, in irgendeiner Richtung zur Zivilisation zu kommen, doch dazu müssen wir erst um die Bucht herum – oh warte, es ist mittlerweile ein großer See geworden. Wir tippeln um die nächste Ecke und auf der rechten Seite, in einer Art Senke zwischen steinigen Abhängen, auf denen dunkle Bäume zu uns hinunterstarren, ein kleines Häuschen, aus morschen Holzplanken gezimmert, kaputt, verranzt, die Tür zu einem stockdusteren Schlund geöffnet, daneben ein Loch in der Wand, eine Holzplanke hängt noch halb an einem Nagel, bewegt sich im Wind, knarzt.

Cabin

Die Härchen in meinem Nacken stellen sich alarmiert auf, schicken Gänsehaut die Wirbelsäule herab, wir werden alle ganz leise und schleichen am Haus vorbei. Da dürfen wir auf gar keinen Fall rein gehen, bloß nicht da rein, ich kenne dieses Haus aus einem anderen Traum – sage ich, ohne dass der Traum wirklich luzid wird. (Jetzt, wo ich das so schreibe, fällt mir auf, aus welchem Traum ich das Haus kenne – ein furchtbarer Alptraum war es gewesen und dieser Traum hier wurde nun langsam auch zu einem) Unwegiges Gelände stellt sich uns entgegen, wir überqueren einen Bach indem wir über in einer Reihe liegende schwarze Steine und dann auf den gegenüberliegenden Hang springen. Und da kommen sie auch schon, kleine widerliche Monster mit verzerrten, menschlichen Gesichtern, gurgeln und schmatzen uns entgegen, wir springen und flitzen um ihnen zu entkommen doch da, ich entdecke den Trick, spring einfach hoch und wirf eine Flasche herunter, sodass der Flaschenhals im Rachen landet und das Krabbeltier zum Platzen bringt!

Ich weiß nicht, ob wir gewonnen haben, ich bin aufgewacht und hab ein paar Minuten gebraucht um den Alptraum abzuschütteln. Der Anblick dieses Häuschens will mir nicht mehr aus dem Kopf, zumal ich es ja aus einem anderen Alptraum kenne, wird wohl ein Symbol sein, ich weiß nur noch nicht wofür… (Erinnert mich übrigens an Cabin Fever – kranker Film)
Eigentlich schade, ich hatte schon lange keinen luziden Traum mehr, aber in den letzten Wochen war das auch kaum möglich gewesen. Bin morgens nicht mehr aufgestanden, um eine Stunde später, zurückgekehrt in meine weichen Federn, sofort in einen Klartraum zu gleiten, nachdem ich mich von meinem Körper gelöst habe. Vermisse das Gefühl ein bisschen, jetzt wo ich es nicht mehr schaffe, vor meiner Realität zu fliehen…

Traumtagebuch

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