Kurzes Lebenszeichen

Gerade irgendwie alles klarer als sonst. Nicht dass die Zeit in der ich keine Drogen konsumiert habe, also in Tagen gerechnet jetzt, eine längere wäre als sonst. 5 – 10 Tage sind da für mich ohnehin normal zwischen den Exzessen, in denen ich mir dann möglichst vertretbar alles reinpfeife, solange es keine Opioide oder abgedrehte, unbekannte Substanzen sind.

Es sind jetzt so 5 Tage, aber mein Zustand ist ein anderer als sonst. Nüchtern, versteht sich. Klarer, wie gesagt. Und vor allem zielgerichteter. Kein Gefühl wie sonst an einem Samstag, an dem man schon Tage zuvor beschlossen hat auf welche Party man geht und sich Pläne gemacht hat, welche Menge an Ecstasy und Amphetamin vertretbar ist. Wo man um diese Uhrzeit schon zugedröhnt ist oder zumindest gerade anfängt, auf diesen Zustand hinzuarbeiten. Oder, wenn all das nicht der Fall ist, das ganze Wochenende als verloren deklariert, weil all das nicht der Fall ist.

Ich sitze auf dem kleinen Sessel mit den Armlehnen aus dunklem Holz und diesen hässlichen, beige-blau-roten Polstern im Nebenraum unseres Hotelzimmers, das größer ist als gedacht und höre durch das offene Fenster die stark frequentierte Straße und schlechte Partymusik von der Bar neben dem Pool. Es ist noch immer gefühlte 25º Celsius. M. liegt im Nebenraum im Bett und kämpft mit Rückenschmerzen und diesem ekelhaften Dämmerzustand, in dem man totmüde ist aber einfach nicht schlafen kann aus den perfidesten Gründen. Der Entzug ist in vollem Gange und ich finde mich gut in meine Rolle als bemutternde Krankenschwester. Sein Zustand tut mir Leid und ich tue was ich kann um ihn dabei zu unterstützen, dennoch bin ich für mich in meinem Kopf entspannt und hab Urlaub. Liege den halben Tag am Pool während er schläft und lass mich von der Südsonne braten. Lese viel und tue ansonsten einfach gar nichts. Nachdenken ist noch die häufigste Anstrengung.

Heute ging es ihm etwas besser, zumindest am Tag, wir waren das erste mal zusammen im Pool schwimmen, am Meer spatzieren und haben den Tag miteinander verbracht, außerhalb des Hotelzimmers, sodass die Reinigungskräfte endlich mal rein konnten *lach*

Bald ist es geschafft und wir können wieder normal leben, ohne diesen Dreck keden Tag um und in uns haben zu müssen…

(Sorry für Rechtschreibfehler, keine Lust nachzulesen…)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s