Niemand sonst

Hier, wo ich bin, ist es still. So still, dass es mir manchmal in den Ohren dröhnt. Dass ich froh bin, wenn ein Windhauch an den Folien zerrt, die meine zukünftige Balkontür von außen vor Farbe und Putz schützt. Ich habe mich an dieses Geräusch schon so gewöhnt, dass ich es wohl vermissen werde, wenn es nicht mehr da ist. Vielleicht brauch ich dann ein Haustier. Ein nachtaktives. Das scharrt und knabbert wenn ich schlafen will, damit die Geräuschkullisse nicht nur aus meinem Atem und Herzschlag besteht und mich in den rhytmischen Wahnsinn treibt. Denn hier bin nur ich und niemand sonst.

Hier ist es warm. Ich öffne die Augen und sehe warme Farben. Holz. Beige Kissen, die so unendlich weich und kuschelig sind, dass ich nicht anders kann, als Morgens mein Lächeln darin zu versenken. Oder meine Tränen. Davon gibts gerade ohnehin einen Überschuss. Denn hier bin nur ich und niemand sonst.

Es ist voller Farbe, hier wo ich bin. Ich sehe Farbe an den Wänden und Farbe an den Möbeln. Noch ist es nicht genug, aber mit der Zeit wird es das sein. Manches davon weiß ich schon jetzt, manches wird mir erst noch einfallen. Und vielleicht wird manches davon ja auch verschwinden. Farbe die aus meinem Herzen kommt und solche die aus meinem Kopf kommt macht diesen Ort zu meinem Ort. Denn hier bin nur ich und niemand sonst.

Es wird immer still sein, hier wo ich bin. Und warm. Und voller Farbe.

Denn hier bin nur ich.

Und niemand sonst.

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