Erfahrungsbericht Beifuß

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Blütenstengel

Eine Freundin brachte vor ein paar Tagen ein besonderes Besuchergeschenk mit. Eine kleine Tüte voll mit selbst gepflückten und getrockneten Beifuß-Blüten.
Das Beifußkraut ist eine der ältesten Schamanenpflanzen überhaupt. Neben durchblutungsfördernden und beruhigenden Eigenschaften sagt man ihm auch nach, es fördere das Erinnern von Träumen und erleichtere einem das Induzieren von Klaren/luziden Träumen. Hie und da liest man auch Unkonkretes über leichte Halluzinationen.
Wenn man sich ein wenig durchs Web klickt, findet man schnell viele Seiten die sich mit Kräutern und deren (psychedelischen) Eigenschaften befassen. In den Kommentaren zum.Beifuß dann einige Ausführungen von Usern über das Räuchern oder das Rauchen der Pflanze als Joint oder in der Bong, obwohl man auf den Fachseiten selbst nur von Tee liest.

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Portion für einen Tee

Nachdem wir also einige Infos über Dosierung usw. gesammelt hatten, entschieden wir uns, erst einmal nur Tee zu trinken und nebenher etwas zu räuchern. Also machten wir uns einen Tee nach dem anderen, räucherten ab und zu ein paar Blüten und verbrachten einen entspannten Abend. Hierbei möchte ich erwähnen, dass wir dazu Cannabis geraucht haben.
Die Beifußblüten haben keinen aufdringlichen Geschmack, es erinnert an Kräutertee, etwas blumiger vielleicht. Riechen tut es sehr angenehm holzig.
Etwa nach dem dritten Tee und der ersten Räucherei bemerkten wir beide einen leichten Unterschied zum normalen Highsein vom Cannabis. Ohne dass wir zu dem Zeitpunkt gekifft haben, verstärkte sich das High und man fühlte sich ein kleinwenig wie auf starken Schmerztabletten. Der Effekt war kaum zu definieren und sehr leicht, aber spürbar. Das Räuchern selbst hatte schon etwas Meditatives, wie wir da über der Räucherschale hingen und die Glut anpusteten, weil kein Räucherholz vorhanden war…
Der Abend klang ohne weitere Verstärkung der Wirkung aus, obwohl wir beide jeweils etwa 6 Tassen getrunken und dreimal geräuchert hatten.
Als meine Freundin dann ging, ließ ich mich aufs Bett fallen und – oha! Die baldachinartigen bunten Seidentücher, die meine Wohnzimmerlampe verschönern, waberten ein wenig hin und her. Ganz leichtes Morphen, aber deutlich sichtbar. Ich vergewisserte mich, dass die Fenster geschlossen sind und freute mich eine Weile über den hübschen Effekt.

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Der Tee wird dunkler, je länger man ihn ziehen lässt

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Das Räuchern

Auch die traumfördernde Wirkung kann ich persönlich bestätigen. Zwar hatte ich keinen luziden Traum in dieser Nacht, konnte mich aber den ganzen nächsten Tag über sehr detailiert an einige Träume erinnern. Ich schrieb sie erst am Abend auf und dabei kamen noch einmal einige Erinnerungen hinzu.
Ich werde mal schauen, ob das Traumkraut in meiner Nähe irgendwo wächst und es mal rauchen, bzw. einen Langzeitversuch starten. Den Bericht dazu werde ich dann hier veröffentlichen 🙂

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8 Gedanken zu “Erfahrungsbericht Beifuß

      • Hab das durch die Bong geraucht. Aber nicht weiterverfolgt. Da die Wirkung gegenüber Gras doch nicht so beeindruckt. Und träumen tut man bekifft halt nicht wirklich intensiv. Weiß nicht was das nun genau war, halt duftendes Kraut mit kugeligen Blüten vom Bahndamm. Bei Wikipedia steht, Beifuss und Wermut seien recht ähnlich. Heisen beide Artemisia mit Vornamen. Und enthalten Thujon. Das wiederum war ja in der Absinth-Diskussion das umstrittene Nervengift. Wobei ich eher glaube, dass billiger hochprozentiger Sprit generell Probleme verursachen kann. Egal mit welchem Unkraut man ihn aromatisiert. Inzwischen konsumiere ich das Kraut nur selten mit Gin oder Vodka als Martini. Wegen 007 und so…

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  1. Pingback: Das Beifuß-Experiment | Self

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