Falsche Fragen

Wie im letzten Beitrag erwähnt, habe ich ja nach meiner Nominierung für den Liebster-Award zunächst die falschen Fragen beantwortet. Und da das etwa dreieinhalb Stunden gedauert hat und ich mir echt Mühe gegeben habe, kann ich die gloreichen Antworten nicht unveröffentlicht lassen:

1. Was ist dein Lieblingsbuch und warum?
Jedes Buch, das ich bis zum Ende lese, ist aus einem speziellen Grund in gewisser Weise ein Lieblingsbuch. Allerdings gibt es Titel, die ich alle paar Jahre gerne nochmal lese. Zum Beispiel „Alaizabel Cray“ von Chris Wooding, ein Buch das mir in der Schule zum Wichteln geschenkt wurde. Hier aufgeführt, weil ich es so oft lesen kann wie ich will, es bleibt genau so unheimlich, rätselhaft, fantastisch und mitreißend wie beim ersten Mal, als ich es in wenigen Stunden in mich aufgesogen und danach sofort noch einmal gelesen habe.
Die Trilogie „Gilde der schwarzen Magier“ von Trudi Canavan in seiner Gesamtheit, weil es unendlich spannend, verworren und einfühlsam davon erzählt, dass Selbstbehauptung und der Glaube an sich selbst manchmal das einzige ist was man hat.
Der Schwarm“ von Frank Schätzing, das ich bisher nur einmal gelesen habe aber mit Sicherheit wieder lesen werde. Und „Limit„, ich bin in den letzten Zügen und muss langsam aufpassen, dass am Ende noch was von meiner Unterlippe übrig bleibt. Schätzing erzählt nicht nur spannende, weltkritische Geschichten mit extrem gut recherchierten Hintergründen. Er projeziert sie direkt in den Kopf. Seine Bildsprache und Vergleiche sind derart plastisch, er kann mit wenigen gut gewählten Worten sofort die richtige Stimmung oder Emotion erzeugen. Man versetzt sich nicht in die Charakterei hinein. Man ist der Charakter!

2. Welche Droge war die letzte, die du genommen hast?
Oha, erwischt. Die letzten zwei Tage waren sehr konsumgeprägt. Ein bisschen Amphetamin zum Einstimmen und ein bisschen mehr Ecstasy zum Abdrehen. Zuletzt habe ich eine Portion Lachgas (N2O) inhaliert und plötzlich bin ich in die Musik hineingeschmolzen…
(Edit: Das obige habe ich vor über zwei Stunden geschrieben. Seitdem ist weiteres Ecstasy dazugekommen.)

3. Gibt es einen Menschen dem du nie deine Liebe gestanden hast und warum?
Nein gibts nicht. Ich sage jedem Menschen den ich liebe genau das so oft ich nur kann. Manchmal muss ichs mir verkneifen damit sie nicht denken ich sei auf Drogen. *lach*

4. Was willst du im Leben noch erreichen?
Gute Frage für mich. Ich hatte schon viele Pläne und Wunschvorstellungen. Vom konventionellen MutterVaterKindHaus-Modell, über die Weltenbummler-Idee bis hin zur Hippiekommune. Bisher hat mich das Leben aber gelehrt, dass fast nichts in meiner Welt Beständigkeit hat. Schon gar nicht meine Vorstellung von dem was ich erreichen will. Darum will ich eigentlich nur eine Sache für mich: dass ich am Ende durchgeschüttelt, zerzaust und schwindelig aus dem Waggon steige und brülle „Whooo, was eine geile Fahrt!“
Und eine Sache für die Welt: Es wäre schön, ein kleines Paket hier zu lassen, das Liebe versprüht und irgendjemandes Welt zu einem besseren Ort macht.

5. Welche ungenutzte Chance bedauerst du am Meisten?
Nicht eine. Ungenutzte Chancen resultieren aus eigenen Entscheidungen und selbst eine Fehlentscheidung bringt einen weiter voran als gar nicht zu entscheiden. Selbst wenn die einzige Lektion darin besteht, bei der nächsten Gelegenheit anders zu entscheiden – Fehlentscheidungen bedeuten an anderer Stelle vielleicht ungeahnte Möglichkeiten, sofern man irgendeine Lehre daraus ziehen kann.
Jede einzelne Entscheidung in meinem Leben, egal welche Kosequenzen oder Verluste sie bedeutet hat, ist ein Teil von mir und hat meinen Charakter an irgendeiner Stelle etwas glatter geschliffen oder aufgerauht.

6. Gibt es eine Party die dein Leben verändert und warum?
Grundsätzlich ja eigentlich jede einzelne, wer weiß was passiert wäre, hätte ich etwas anderes unternommen? Aber um die Frage nach der bedeutendsten Party zu beantworten:
Es gibt sogar zwei davon!
Auf der einen lernte ich jemanden kennen, der mich ein halbes Jahr mit in die Hölle genommen hat. heute weiß ich, dass ich durch ihn meine eigene Hölle gesehen habe.
Die andere führte mich mit jemandem zusammen, mit dem ich so intensiv wachsen konnte wie mit niemandem zuvor. Er zeigte mir, dass Himmel oder Hölle nicht vom Schicksal zugeteilt werden. Man baut sie sich selbst.

7. Welcher ist dein Lieblingsdisneyfilm?
Von den Filmen, die er selbst produzierte: Cinderella
Von den modernen Filmen: Findet Nemo

Das hab ich mich nie gefragt und nun da ich es nicht nur herausgefunden habe, sondern auch schwarz auf weiß vor mir sehe, fühle ich mich ein wenig kitschig…

8. Was ist DER Grund warum du am Morgen aufstehst?
Oha. Meist lästige Körperfunktionen. Im Idealfall die Sonne. Und in meiner utopischen Wunschvorstellung die Motivation.

9. Gibt es ein Volk vor dem du Angst hast?
Ich habe keine Angst vor bestimmten Völkern, Rassen, Arten oder Gruppen. Es gibt höchstens bestimmte Menschen die mir Angst einjagen und das hängt in keinster Weise mit der Abstammung oder Herkunft dieses Menschen zusammen. Arschlöcher gibts überall. Und es ist wahrscheinlicher, von einer Kokosnuss erschlagen zu werden, als bei einem Haiangriff ums Leben zu kommen. Übrigens sterben mittlerweile auch mehr Menschen pro Jahr an den Folgen riskant positionierter oder getimter Selfies.
Und je nachdem wie man „Volk“ definiert: Ich habe solange Angst vor Ameisen, wie ich aus unerfindlichen Gründen in ihnen bade und langsam vertilgt werde. Das ist aber situationsbedingt, deshalb habe ich nicht eine generelle Angst vor Ameisen.

10. Welche ist die peinlichste deiner Lieblingsbands?
Aus meiner Jugend: Tokio Hotel. Ja, Schande über mich, ich war unsterblich verliebt in Bill Kaulitz und hatte feuchte Träume mit ihm. Zugegeben, rangelassen hat er mich nie, ich hab auch nur ein einziges Konzert besucht aber mein ganzes Zimmer hing voll mit seinen Postern UND ich hatte die selbe Frisur!
Heutzutage habe ich eigentlich gar keine peinliche Lieblingsband… was dem wohl am nächsten kommen würde, wäre dass ich ganz gerne mal James Blunt oder Nelly Furtado höre, aber das sind auch keine Lieblingsbands…

11. Ohne zu googlen: Wie viele Einwohner hat Rio?
Schon wieder erwischt *lach*
Ich sage nun ein paar Millionen weil ich absolut null Schimmer habe.

Natürlich habe ich es jetzt doch herausgefunden (<-ein Wort das ich nur benutzt habe um nicht „gegooglet“ schreiben zu müssen. Augenkrebs, dieses Wort!) und mit Freuden festgestellt, dass ich gar nicht so daneben lag!

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2 Gedanken zu “Falsche Fragen

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