Gewonnen!

Da schau ich so nichtsahnend in meine Benachrichtigungen, und, oh Überraschung! Alice Wunder hat mich für den Liebster-Award nominiert! Das freut mich natürlich unheimlich, bin ich doch noch ein Küken in der Blogwelt und schon gibt es Menschen, die meinen Blog zu ihren Liebsten zählen. Da bin ich ehrlich gesagt ein wenig gerührt…

Und das zuerst, ohne zu wissen, was diese Ehrung eigentlich zu bedeuten hat hier auf WordPress, wer sie vergibt und sowieso wie das Ganze überhaupt funktioniert. Stundenlang also unwissend scheckig gefreut, bis ich an den nächsten PC kam und mich in aller Ruhe damit beschäftigen konnte.

Dabei wurde die Freude nur noch größer, die Idee ist wunderbar. Wie ein Kettenbrief ohne den nervigen Kettenbrief-Effekt, man lernt neue Blogs kennen, der eigene Blog gewinnt Leser und das Beantworten der Fragen macht unheimlich Spaß!

Irgendwie ironisch, dass ich mich etwa 3,5 Stunden hingesetzt, gewissenhaft die Fragen beantwortet habe und danach erst Alice Wunders Beitrag zuende las. Das Resultat waren dann eben 22 beantwortete Fragen. Folglich also diejenigen, die für mich bestimmt waren:

1. Schreibst Du, weil Du es willst, oder weil Du es musst?
Darüber habe ich lange nachgedacht. Im Grunde dachte ich, ich schreibe weil ich es will. Schließlich habe ich noch nie einen Blog so intensiv gepflegt wie diesen. Und meine innere Welt mit der anonymen Öffentlichkeit geteilt habe ich auch noch nicht in diesem Maße. Wenn ich zurückdenke, habe ich aber eigentlich schon immer geschrieben. Tagebuch, Kurzgeschichten, Traumtagebücher gab es schon immer in meinem Leben. Diese Dinge und mittlerweile auch mein Blog sind für mich Selbsttherapie. Insofern beantworte ich die Frage mit: ich muss, denn ich kann gar nicht anders!

2. Bist Du ein “Digital native”?
Shame on me, denn ich musste diesen Begriff erst mal wikipedieren, bevor ich diese Frage gewissenhaft beantworten konnte. Und allein das lässt schließen: gemäß der Definition ja. Ich wurde im richtigen Zeitraum geboren und bin mit Internet und polyphonen Klingeltönen aufgewachsen. Habe mein erstes Betriebssystem per Floppy Disc installiert und erlebt wie Kassetten und Disketten von CDs abgelöst wurden. Und Google Maps ist für mein orientierungsloses Hirn eine Bereicherung.
Trotzdem habe ich noch einen Walkman und Brieffreunde. Ich treffe die Menschen lieber statt zu „whatsappen“. Habe keinen Fernseher. Und einen Schallplattenspieler werde ich mir auch zulegen.

3. Wenn jemand einen Kommentar hinterlässt, möchtest Du dann lieber begrüßt und angesprochen werden wie bei einem Brief oder soll der Gast zügig zur Sache kommen?
Das ist für mich Jacke wie Hose. Bei mir darf man rauslassen was einen bewegt und das natürlich am liebsten unaufgesetzt. Ich bin kein Fan von Masken oder „Gepflogenheiten“.

4. Glaubst Du, es ist gut, daß bei uns Lehrer unkündbare Beamte sind? Bitte kein Lehrer-Bashing. Stell Dir vor, Du wärst Kultusminister und dürftest nach Belieben umstrukturieren, aber keinen Entlassen.
Wieder erwischt. Ein recht politisches Thema, mit dem ich mich nie intensiv auseinandergesetzt habe. Aber so aus dem Stehgreif bin ich der Meinung, dass niemand unkündbar sein sollte. Es gibt wirklich viele Lehrkräfte, die so kompetent sind, dass sie den Bematenstatus verdient haben, aber eben leider genau so viele die das nicht sind. Und es gibt viele gute Gründe, einen Lehrer zu entlassen.

5. Welchen Blog – oder sonstige Website – findest Du am besten gestaltet, also am bequemsten zu lesen?
Da ich hier auf WordPress mangels eines DSL-Anschlusses nur mit der App unterwegs bin, sind alle Blogs gleich gut zu lesen. Ansonsten gefallen mir die mobilen Ansichten der Google-Suche und Wikipedia. Durch die Drop-down-Menüs muss man nicht stundenlang scrollen und kann bequem zwischen Rubriken eines Eintrags wechseln. Die Webseite von Land der Träume ist an sich super gestaltet und übersichtlich, aber leider nicht smartphonefreundlich.

6. Wissen Deine Freunde, was Du im Internet schreibst?
Jein. Alle wissen von meinem Blog aber bisher hat noch niemand nach der Adresse gefragt. Und das ist auch gut so. Es herrscht irgendwie eine unausgesprochene Grenze zu dieser anonym-öffentlichen Privatsphäre, die jeder respektiert.
Die einzige Person aus meinem Kreis, die meinen Blog liest, ist meine Cousine. Hallo Kleene 🙂

7. Was hältst Du von der Rechtschreibung?
Ich war schon als Kind stolz darauf, dass ich mich gut ausdrücken konnte und beachte die Rechtschreibung und Gramatik nach bestem Wissen. Texte ohne Punkt und Komma, alles klein geschrieben und ohne Gramatik, wie man sie oft in den sozialen Netzwerken findet, empfinde ich als unreif und extrem schlecht lesbar. Wir haben so eine schöne und zugleich schwere Sprache und ich bin stolz, dass ich sie beherrsche! Dennoch bin ich da kein Fanatiker, ich lese auch nicht jeden Beitrag Korrektur…

8. Hast Du ein Vorbild fürs Leben oder fürs Schreiben?
Fürs Leben hatte ich nie Vorbilder. Klar, gerade wenn es ums Kreative geht, würde ich gern so Gitarre spielen können wie der da oder wäre gern so selbstbeherrscht wie sie dort. Aber ich eifere niemandem nach, ich möchte so werden wie das idealisierte Bild meiner Selbst!
Aber fürs Schreiben habe ich eins: Frank Schätzing, der es schafft, mit wenigen geschickten Worten ein Bild in meinen Kopf zu projezieren, als wäre ich selbst dort gewesen. Sollte ich mein Buch jemals fertig stellen, dann hoffe ich, dass es nur halb so spannend zu lesen ist wie ein Schätzing.

9. Schreibst Du Deine Texte am Stück runter oder musst Du viel basteln?
In 90% der Fälle schreib ich sie in einem durch. Wenn mir was daran liegt, les ich nochmal Korrektur. Nur bei Erfahrungs- und Testberichten, bzw. wenn ich mal wieder nen Award gewinne, bastle ich rum 😉

10. Liest Du noch Zeitung? Wenn ja, welche und warum?
Ich lese keine Zeitung und sehe auch keine Nachrichten. Wenn ein Thema mich interessiert, informiere ich mich gezielt darüber, anstatt mir das Leid der Welt ins Hirn ballern zu lassen.
Obwohl, zur Jobsuche nutze ich gerne die entsprechende Rubrik des Tagesblatts.

11. Klar, NIEMAND isst Fastfood. Also rein hypothetisch, wo würdest Du zur Not Dein Bedürfnis befriedigen? Burger-Kette, Hähnchenbrater, Sandwich-Bar, Döner, oder Currywurst?
Ich gehe sogar ganz gerne mal in die Sandwitchbar, denn das ist für mich das einzige Fastfood, das zumindest halbwegs frisch ist und genau so groß und lecker aussieht wie auf den Bildchen.
Nach 3 Tagen wach, mit 2€ in der Tasche und vollkommen ausgehungert, also zur allergrößten not, ess ich aber eigentlich alles.

So, ich nominiere die folgenden Blogs, weil sie vom Leben erzählen. Weil sie direkt, ungeschminkt und teilweise brutal ehrliche Blicke in verstörte Seelen gewähren – und weil sie die schönen Kleinigkeiten nicht aus den Augen lassen 🙂

Darksun666

Analbarbie

Die Pfeife

vomwindeverfehlt

Tinkerbell72

Juliettabotwin

Und hier Eure Fragen:

1. Was ist Deine Lieblingsfarbe und welche Erinnerung/ welches Bild verknüpfst Du mit ihr?

2. Hast Du schonmal daran gedacht, aufzugeben? Wenn ja, warum hast Du es nicht getan?

3. Was ist Dein Wohlfühl-Ort? Wald? Meer? Ein Loch? Der Himmel?

4. Was ist Dein Blog für Dich? Tagebuch? Spiegel? Hobby? Oder was ganz anderes?

5. Refugees Welcome?

6. Auf welchen deiner Charakterzüge bist du besonders stolz? Was liebst Du an Dir?

7. Hast Du eine Lieblingsblume?

8. Was willst Du auf dem Sterbebett auf keinen Fall bereuen müssen?

9. In welcher Position schläfst Du am liebsten ein?

10. Hattest Du schon einmal eine außerkörperliche Erfahrung?

11. Sommer oder Winter?

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5 Gedanken zu “Gewonnen!

  1. Pingback: Mich geehrt fühlen und Fragen beantworten – Projekt: Ich Sein.

  2. Hi Libra, denn kommen hier mal meine Antworten:

    1. Was ist Deine Lieblingsfarbe und welche Erinnerung/ welches Bild verknüpfst Du mit ihr?

    Blau, eindeutig. Besondere Erinnerungen habe ich diesbezüglich nicht. War schon immer meine bevorzugte Farbe, ob bei Süßigkeiten, Klamotten, Handy und was weiß ich noch alles. Bilder bzw. Empfindungen verknüpfe ich allerdings so einige mit dieser Farbe. Sie steht für Freiheit, weite Horizonte, Kreativität, Ruhe, Entspannung, der Himmel und das Meer. Blau vermittelt auch Traurigkeit und das bin ich auch ab und an.

    2. Hast Du schonmal daran gedacht, aufzugeben? Wenn ja, warum hast Du es nicht getan?

    Einige wenige Male kamen mir diese Gedanken schon. Warum ich es dann noch nicht getan habe? Meist kamen mir diese Gedanken in tiefster Verzweiflung, wegen was auch immer. Dann schießt mir während einer solchen Misere früher oder später die Frage „Was soll ich eigentlich hier?“ durch den Kopf und da fiel mir alles ein: vor allem Polly, meine Schwestern und Sid, die engsten Freunde und all die Dinge die mir Freude machen. Ich weiß was es heißt zu leben und was es heißt nur zu überleben, aber sterben will ich jetzt noch nicht. Das ist eine Einbahnstraße und die hebe ich mir für den Schluss auf.

    3. Was ist Dein Wohlfühl-Ort? Wald? Meer? Ein Loch? Der Himmel?

    Mh… Meine Bude, die Schule, der Wald bei schönem Wetter, verlassene Gebäude/Orte, weite Felder und das Wasser (im übesichtlichen Maße) und … ja … bin etwas unbeholfen. Ich fühle mich da wohl wo mein Kram ist und ich alles da habe was ich brauche. Oder auch ein Ort wo ich in Ruhe wandern kann und wo viel Natur ist, also wo am besten nichts von Stahl und Beton sichtbar ist. Die Schule widerspricht den ersten zwei Punkten, aber was soll ich sagen? Ich liebe meine Schule und dort hinzugehen. Ich hab eine tolle Klasse mit super Zusammenhalt und prima Lehrer, abgesehen von meinem Englischlehrer … der blöde Fuzzi! Sollte ich bestimmte Orte nennen, dann wäre das Prag, Heimatort Brandenburg und Wehr.

    4. Was ist Dein Blog für Dich? Tagebuch? Spiegel? Hobby? Oder was ganz anderes?

    Tagebuch für mein Drogenkonsum und meine chronische Störung (ADHS). Mir geht es nicht um Erfolg oder Ruhm. Einerseits teile ich meine Erlebnisse und Erfahrungen gerne mit anderen, andererseits schreibe ich aber auch sehr gerne, also stellt es auch ein Hobby dar.

    5. Refugees Welcome?

    Kein Kommentar, denn ich bin einfach genervt von diesem Thema. Natürlich würde ich keine Menschen irgendwo verrecken lassen und bin für Unterstützung. Aber diese ganze Flüchtlingspolitik ist belastend, weil man nicht recht informiert wird, scheinbar alles schief läuft, Aufstände und Misstrauen entstehen und das alles schon über ein Jahr lang.

    6. Auf welchen deiner Charakterzüge bist du besonders stolz? Was liebst Du an Dir?

    Gute Frage. In erster Linie bin ich sprachlos, denn ich weiß nicht was oder besser gesagt wie ich es bezeichnen soll. Dabei habe ich einige Charakterzüge die ich an mir gut finde, bloß die habe ich noch nie in einem Ranking aufgestellt. Auf die Schnelle und spontan würde ich jedoch meine Authentizität on top stellen, denn ich finde es wichtig, dass man bleibt wer man auch ist und sich auch so gibt. In der heutigen Gesellschaft mag das manchmal hart sein, weil man so geformt wird, wie man auch gebraucht wird, aber zu dieser grauen Masse zähle ich nicht, habe ich noch nie, auch wenn ich ein paar Male fast reingerutscht wäre.

    7. Hast Du eine Lieblingsblume?

    Ja, Marijuana 🙂 Also neben pflanzlichen Drogen und Heilpflanzen finde ich Gerberas sehr schön. Die mag ich sogar in rosa.

    8. Was willst Du auf dem Sterbebett auf keinen Fall bereuen müssen?

    Dass ich meine Freiheit und Zeit auf Erden nicht genossen habe.

    9. In welcher Position schläfst Du am liebsten ein?

    In den starken Armen meines Göttergatten. Ein Bein lege ich auf seinen ab und meine Hand lege ich auf seiner Brust ab. Das ist jeden Abend himmlisch.

    10. Hattest Du schon einmal eine außerkörperliche Erfahrung?

    So direkt weniger. Ich kann zwar Bilder und Situationen von außen ansehen, also auch mich selbst, aber ich bin noch nicht, sozusagen als Geist umhergewandet.

    11. Sommer oder Winter?

    Herbst und Frühling! Sommer: zu warm, alles schwitzt, kann zu unangenehm werden. Winter: zu kalt und auch frostig, kaum Sonne, nass und matschig. Die Temperaturen sind am Anschlag, wobei ich im Sommer dann ganz schön mit dem Kreislauf zu tun habe und im Winter wird mir oft warm unter den ganzen Schichten, doch wenn ich dann die Jacke öffne oder Ärmel hochkremple besteht die Gefahr, dass ich mir was weghole. Frühling und Herbst sind super mit ihren angenehmen Temperaturen zwischen 10-20° C.

    so mit o. Hab mir jetzt auch meine Zeit genommen und etwas gebraucht. 🙂
    LG

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Award Antworten | Julietta´s Tagebuch

  4. Danke, freut mich dass du mitmachen möchtest! Allerdings sollten die Antworten eher auf deinem eigenen Blog veröffentlich werden und wenn du willst kannst du auch andere Blogs nominieren und ihnen wiederum 10 Fragen stellen 😉

    Gefällt 1 Person

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