Erkenntnis

Ich liege da, in meiner Entspannung und Meditation nach dem Yoga und bekomme ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht in Stille oder mit entspannter Musik trainiert habe, sondern mit Goa im Hintergrund. Und weil ich die After-Entspannung (Höhö) im Bett mache, statt auf der Yogamatte. Und weil ich in der Meditation nur flüchtig meinen Atem beobachte und durch meinen Körper wandere, statt intensiv und konzentriert. Wieso mache ich das eigentlich, wenn ich es wissentlich nicht richtig mache? Und dann fällt es mir plötzlich wie Schuppen aus den Haaren: darum habe ich die fünfhundert Hobbys, die ich in meinem Leben schon angefangen habe, nicht weiter verfolgt! In meiner Jugend habe ich Anfangs neue Ideen mit aller Hingabe, Leidenschaft, Zeit und Kraft verfolgt, die ich nur irgend aufbringen konnte. Habe mich ganz einer Sache hingegeben. Das wurde mir wohl schnell langweilig wie ich gerade feststelle. Weil ich ein Mensch bin der Abwechslung braucht. Ich habe nachgelassen und dachte dann wohl: entweder ganz oder gar nicht. Hinzu kam dann die Kifferei, die nicht gerade mehr Antrieb erzeugte, um was durchzuziehen. Und dann die chemischen Glücklichmacher, die eh interessanter waren als alles Andere.
Diese „ganz oder gar nicht“-Einstellung ist wohl hängengeblieben. Darum fange ich Dinge gar nicht erst richtig an oder gebe sie schon nach kurzer Zeit auf, weil mir unterbewusst klar ist, dass Neues keinen Bestand hat.

Reduzieren wir die Drogen also auf ein seltenes Highlight und verfolgen interessante Dinge mit etwas mehr Hingabe – aber nicht zu viel! Dann ist mehr Platz für mehr Dinge die ich gleichzeitig anpacken kann, so wird mir nicht langweilig und ich sehe schnellere Resultate. Und vielleicht bin ich dann nicht mehr so frustriert wegen fehlender Beständigkeit in meinem Leben. Jetzt gilt es also nur noch, Prioritäten zu setzen und die Dinge in Einklang zu bringen.

Selbsterkenntnisreiches Jahr bisher, werde die Wichtigsten demnächst mal sammeln.

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5 Kommentare zu „Erkenntnis

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  1. Heyo, mir ist dazu ein kleiner Gedanke gekommen.
    Du fragst dich, warum du z.B. Yoga machst, obwohl du es „wissentlich nicht richtig“ machst. Und ich denk mir dann, dass es da ja kein richtig und falsch gibt. Ich find’s sogar voll cool von dir Yoga mit Goa im Hintergrund zu machen, das ist ja mal ne andere Erfahrung als mit den üblichen Klangschalen- und Walgeräuschen oder was weiß ich, hihi.
    Ich für mich hab rausgefunden, dass ich „bei Hobbies bleibe“, wenn ich sie mir zu eigen mache und das machst du da, find ich, wenn du’s einfach auf deine Weise machst, egal, ob das mit der Norm zusammenpasst oder nicht.
    So „Take life and make it your own“-mäßig.
    Genau.
    Viel Spaß noch beim Leben heute 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Liebende Libra

    Die Unbeständigkeit als beständiges Vorgehen
    Drogen Substanzen der Stoff
    Wurden in archaischen Traditionen
    Nur zu Initationsvorbereitung verabreicht

    Dein zentrales Nervensystem und die Drüsen
    Wie Hypophyse Pinialies das Sternum
    Reagieren unmittelbar auf die Gesinnung
    Bedingungslosen Liebens
    Von allem was ist und war
    Jederzeit und immer

    Das ist die Wirkung wie sie verzückte
    Mystiker Sufis Künstler erfahren
    Und Du und ich
    Jetzt oder zu Deiner Stunde

    dankend
    Dir joachim von Herzen

    Gefällt 1 Person

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