Traumtagebuch Log.9

Seit langem habe ich mich heute mal wieder zum Mittagsschläfchen hingelegt. Ich bin relativ schnell in die Schlafparalyse gekommen und habe halluziniert: es fühlte sich an als sei jemand im Raum oder als würde sich jemand aufs Bett setzen. Da ich das alles schon lange kenne, hatte ich keine Angst dabei und konnte sofort, wenn ich wollte, aus der Paralyse erwachen. Wollte ich aber nicht. Nach einigen Minuten konnte ich meinen Traumkörper (haha) bewegen und wollte aufstehen, aber irgendwie war der Zustand nicht wirklich stabil, ich bin immer wieder so halb aufgewacht und konnte meinen Körper schlecht kontrollieren – bin demnach etwas ungeschickt im Äther herumgeschwebt, taub und blind und immer wieder bemüht, nicht aufzuwachen. Ich glaube, das ist immer dann passiert wenn meine Aufmerksamkeit zu sehr auf meinen Körper im Traum gerichtet war. Das Ganze war für mich extrem interessant, weil ich die einzelnen Abschnitte dieser Schlafparalys unglaublich klar wahrgenmommen habe. Dieses Herumschweben im Raum, wie ein halb betäubter Lurch im Wasser, war eine neue Erfahrung, genau wie die Klarheit.
Es dauerte eine Weile, doch die Kontrolle wurde mit der Zeit mehr, das heißt ich konnte mich besser bewegen und langsam kamen die ersten Bilder dazu.

Da kam dann zum Beispiel mein Wohnzimmerboden auf mich zu, als würde ich rotierend über ihn hinwegschweben. Ich strampelte ein bisschen hilflos herum, bis ich irgendwie den Dreh raus und mich halbwegs unter Kontrolle hatte. Ich schwebte also auf die Tür zu, die geschlossen war und quetschte mich unterm Türspalt hindurch – das klappte wunderbar und fühlte sich sehr strange an.
Ich hatte nicht permanent ein Bild, es fiel mir schwer die Optik aufrecht zu halten. Immer wieder mal war ich blind und/oder taub und jedes mal wenn ich wieder was sah, befand ich mich woanders. Zwischendurch bin ich irgendwie relativ kontrolliert durch die Balkontür (oder so) geflogen. Und zum Schluss war ich dann irgendwie in dem Dorf in dem meine Mutter mal gearbeitet hab. wollte ins Haus fliegen aber hockte dann auf der Straße, hielt mich am Auto fest und ritt jemandes Penis. Kurz vorm Orgasmus wache ich normalerweise oft auf, doch diesmal wusste ich einfach als ich aufwachte, dass ich nur meine Hüfte nach vorn schieben brauche um den Orgasmus noch zu bekommen. So war es dann auch, wenn auch nur ein sehr seichter.

Das Ganze war alles irgendwie sehr verquer und für mich auf der einen Seite schlecht unter Kontrolle zu halten. Auf der anderen Seite habe ich das alles sehr wach und klar wahrgenommen. Speziell dieses ziellose Herumdümpeln zwischen Schlafparalyse und Trauminhalten hat sehr lange gedauert, bzw. ich hatte das Gefühl dass ich bisher immer die Erinnerung daran verloren habe wie lang das eigentlich dauert. Diesmal war ich einfach die ganze zeit voll da, das war schon sehr interessant. Wirkliche Trauminhalte hat es nicht gegeben, es ging hier mehr um das Bewusstsein währenddessen.

Ich bin ziemlich überzeugt, dass mein LSD-Trip maßgeblich zu dieser geboosteten Wahrnehmung während der Paralyse beigetragen hat. Ich hatte seit dem Trip keinen wirklichen Klartraum und auch keine Schlafparalyse mehr gehabt. Diese Erfahrung war wirklich sehr bemerkenswert. Achso, übrigens habe ich nur eine halbe Stunde geschlafen! Normalerweise dauert es eine halbe Stunde bis ich überhaupt einschlafe!
Das herumschweben im Äther, ohne richtige Kontrolle über meinen Körper, wäre für mich, wie ich aber erst im Nachhinein feststelle, gar nicht möglich gewesen ohne den Trip im Gedächtnis. Ich konnte mich einfach treiben lassen, obwohl ich ein paar mal Angst bekam – ich hab die Angst einfach empfunden und akzeptiert mit dem Gedanken, dass ich mich in Schlafparalyse befinde und wieder aufwachen kann wenn ich will.


Traumtagebuch

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