Statusupdate

Nun habe ich schon seit 21 Tagen keinen Beitrag mehr verfasst! Die Zeit vergeht echt wie im Flug, wenn man nicht auf sein Leben klar kommt. Und es ist viel passiert in den letzten drei Wochen. Darum werde ich hier auch nur mal kurz anreißen wie es mir geht und in den nächten Tagen hoffentlich noch ein paar detailiertere Beiträge verfassen.

Da wären zum Beispiel neue Drogenerfahrungen. Es sind zwei weitere LSD-Erfahrungen hinzugekommen. Dabei wirds aber auch erst mal bleiben, denn obwohl ich zuletzt nur etwa zwischen 50 und 75µg (Mikrogramm) konsumierte, habe ich gemerkt wie überlastet mein Hirn danach war und dass es eine längere Pause braucht. Zumal ich den Bericht zum zweiten Trip mit 100µg nicht mal fertig gestellt habe. Aber kommt alles noch. Zumindest kann ich vorab so viel sagen: Tatsächlich ist jeder Trip anders und LSD ist definitiv meine Lieblingsdroge geworden.

Ich war am letzten Wochenende seit langem mal wieder feiern und kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Wald-Goa am Freitag zu den besten Goapartys zählt, denen ich jemals beiwohnen durfte. Es waren nicht zu viele und nicht zu wenige Menschen dort, alle waren liebevoll und nett zueinander, die Location war wunderschön, die Musik war dermaßen genial, dass ich etwa 9 Stunden am Stück meine Füße wund gestampft habe, keine Polizei oder Ordnungsamt und mir fällt einfach absolut gar nichts ein, an dem ich etwas auszusetzen hätte. Das hat wirklich sehr gut getan, denn nachdem mir die Goa-Szene in meiner Stadt so langsam zuwider wurde, war diese Party endlich wieder ein Beispiel dafür, wie es eigentlich laufen sollte.

Mein genereller Drogenkonsum beschränkt sich grad auf Tabak und Weed, abgesehen von einer ganzen Menge Ecstasy am Wochenende. Ansonsten habe ich in den letzten Wochen brav die Finger davon gelassen.

Insgesamt hat sich aber nicht viel getan. Ich schwebe nach wie vor in meiner Untätigkeitsblase rum, was Produktives angeht. Klar, ich treffe mich fast täglich mit Freunden, kümmere mich um meine Pflanzen und lebe halt irgendwie in den Tag hinein.

Es ist nun ca. 2 Monate her, dass ich mich endgültig von M. getrennt habe. Danach habe ich mich ja erst mal ne ganze Zeit in den Drogensumpf gestürzt und viel zu viel Ecstasy gefressen. Nachdem ich das glücklicherweise wieder unter Kontrolle bekommen und stattdessen angefangen habe fast täglich zu kiffen, wurde dieses Gefühl immer stärker. Das Gefühl, dass ich da etwas weggeworfen habe was zu mir gehört. Diese Gewissheit, dass dieses Etwas lebenswichtig ist für mich. Das ist mir noch nie passiert. Bisher bin ich immer diejenige gewesen, die eine Beziehung beendet hat und das Thema war für mich nach ein paar Wochen gegessen. Diesmal ist das etwas ganz anderes. Ich vermisse diesen Kerl wie ich noch nie jemanden vermisst hab. Und heute war dann der Tag, an dem ich es nicht mehr ausgehalten und ihm geschrieben habe. Am liebsten hätte ich angerufen, aber ich wollte ihn nicht überfordern und ihm zeit lassen sich zu überlegen, wie er darauf reagieren will. Ich werde hier keine Details veröffentlichen, aber ab einem gewissen Punkt wurde klar, dass ich ihm so sehr das Herz gebrochen habe, dass er sich nicht vorstellen kann, wie wir jemals wieder zueinander finden könnten. Das wiederum hat mir das Herz gebrochen. Er antwortete irgendwann nicht mehr. Ist die ganze Zeit so sachlich und distanziert gewesen. Und dann bin ich zusammengebrochen, weil mir bewusst geworden ist, was ich da angerichtet habe. Mir ist klar geworden, dass die Möglichkeit, ihn nie wieder zu sehen, gar nicht so unwahrscheinlich ist wie ich dachte. Das hat mich in ein tiefes Loch fallen lassen. Ich war verzweifelt. Habe geweint und geweint und geschlafen und geweint und auf Antwort von ihm gewartet.
Stunden später habe ich ihn gebeten mich zu erlösen und endlich zu sagen, wenn er nicht mehr antworten möchte, damit ich aufhören kann zu warten. Und er hat geantwortet. In seinem Freundeskreis ist etwas passiert und darum war er unterwegs gewesen. Er hat mir davon erzählt und auch davon, wie überfordert er gerade sei. Und dass er das Thema mit mir auf jeden Fall noch zu Ende bringen wird.

zu Ende bringen

In mir zog sich alles zusammen. Alle Hoffnungen implodierten. Das wars dann wohl.
Doch er schrieb auch, dass er diesen Knoten in seinem Kopf noch nicht gelöst habe und es einfach nicht wisse. Das hat mich aufatmen lassen.Ich versprach ihm alle Zeit der Welt, bis er bereit ist, darüber zu sprechen. Und ich kann geduldig sein wenn ich will.

Sehr geduldig.

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2 Kommentare zu „Statusupdate

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