Sinnbilder

Ich sitze neben dir, unter uns warmer Sand neben dem kalt werdenden. Es fröstelt mich aber ich verberge es so gut es geht. Vielleicht weil ich die Fürsorge in deinem Blick nicht ertrage, wenn du mich fragst ob mir kalt ist. 

„Ist dir kalt?“ fragst du und ich erstarre innerlich, schüttle mechanisch den Kopf und behaupte ich sei aufgeregt. Das bin ich tatsächlich. 

Du liegst neben mir, unter uns dein Ausklappsofa, ausgeklappt. Der Film läuft vor sich hin aber wir sind viel zu beschäftigt damit, unsere Hände wahrzunehmen die sich berühren wie früher. Gegen das Licht des Fernsehers sehe ich nur ihre Silhouetten, die in ihren zaghaften Bewegungen so sinnlich aussehen, dass man einen oskarprämierten Kurzfilm daraus machen könnte. Unsere Gesichter sind so nah beieinander, dass jeder Zuschauer danach lechzen würde: Los doch, küsst euch endlich!

Als unsere Lippen sich endlich berühren, ist es für mich als hätten sie nie was anderes getan.

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4 Gedanken zu “Sinnbilder

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