Traumtagebuch log.13

Ich kaufe MDMA. Sehe sechs kleine, bräunlich-transparente Kristalle in einem Tütchen. Noch etwas Gras dazu.

Die Tütchen von mir und den anderen liegen auf dem Küchentisch im Haus meiner Mutter. Wir bereiten uns auf das Festival vor. Überall liegt Gepäck. Es geht los. Ich kann mein MDMA nicht finden. Alle warten schon. Ich rufe nur ständig Jaaa, Sekunde, ich habs gleich!
Dann finde ich es. Na dem Himmel sei Dank. Ich drücke einem Freund sein Döschen mit dem Gras und den Grinder in die Hand. Wir sind beide ungeschickt und lassen es fallen. Ach shit. Schnell alles aufsammeln.

Ich finde das Tütchen von jemand anderem. Die Kristalle sind viel größer und brauner als meine. Der Besitzer meldet sich schnell zu Wort. Ich gebe ihm seinen Stoff zurück, doch etwas in mir wünscht sich, dass ich es behalten hätte.

Wir sitzen in einem Fahrzeug, eine Mischung aus Reisebus und Wohnmobil. Es fällt fast auseinander. Die Frontscheibe hängt schief. Alles rappelt. Ich habe Angst, dass es während der Fahrt in tausend Stücke zerbricht und uns unter sich begräbt.

E. schiebt mich in einem Kinderbuggy durch einen Supermarkt. Greift sich eine Geschenkpackung mit Duschgel und so Zeugs und packt sie in ihre Tasche. Ich will auch was mitgehen lassen, doch da sind wir schon draußen.

Auf dem Zeltplatz. Ein riesiges, halb in Fetzen hängendes und augenscheinlich aus mehreren Zelten und Decken zusammengeschustertes Vorzelt steht am heruntergekommenen Reisewohnmobil. Darunter weitere Decken und Matratzen. Alle schlafen. Ich habe selbst kein Zelt dabei. Bestimmt ist da noch ein Eckchen frei für mich.

Ich betrachte die kleinen MDMA-Brocken und überlege, wie viel ich davon auf einmal nehmen kann. Habe drei in der Hand, entscheide mich dazu, zwei zu schlucken und spüle trotzdem alle drei herunter.

Es stürmt. Den anderen ist Kalt. Ich nehme mein Zelt, in das ich eben noch eingewickelt im Gras lag und werfe es über ein Loch im Vorzelt.

 

Traumtagebuch


 

Ich träume in den letzten Monaten oft von Festivals. Noch öfter von Drogen. Verzichte seit 6 Wochen auf Chemisches. Kiffe seitdem viel mehr. Das funktioniert ganz gut. Manchmal fällts mir schwer, nicht an meine drei Kostbarkeiten zu gehen. Insgesamt gehts mir gut damit und ich fühle mich weiterhin stark. Aber an meinen Träumen sehe ich, wie tief dieses Thema in meinem Denken verankert ist.

Nächstes Jahr möchte ich das Waldfrieden Wonderland besuchen. Komme was wolle. Und wenn ich alleine fahre. Ich war vor zwei Jahren einmal da und es war das schönste Festival, das ich je besuchen durfte. Es macht seinem Namen wirklich alle Ehre und ich freue mich sehr darauf. Und ich freue mich auf Silvester, wenn ich mich wieder in den Serotoninstrudel werfen darf. Obwohl ich ernsthaft daran überlege, an dem Tag gar kein Ecstasy zu konsumieren, sondern es mit einer halben Pappe zu versuchen. Aber das wird sich dann zeigen, worauf ich mehr Lust habe.

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7 Gedanken zu “Traumtagebuch log.13

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