Weil Gedanken Samen sind

In den letzten Wochen hatte ich Erkenntnisse, die sich alle auf einen bestimmten Kern hin verdichten lassen. Ich wollte das unbedingt teilen, aber scheiterte daran, es in möglichst präzise Worte zu packen.

Et voilá, Boris hats getan. Und es schockt mich ein bisschen, WIE genau er hier meine Gedankengänge wiederspiegelt!

Danke fürs Mitteilen, Boris!


 

Damit verbunden sind meine tieferen Gedankengänge zum Thema Karma. „Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“ erklärt das Prinzip von Karma ganz anders und so glaube ich, nun ein tieferes Verständnis davon bekommen zu haben.

Die Aussage „What you deserve is what you get“ hört sich so einfach, so primitiv an. Als würde da irgendein höheres Wesen ne Strichliste machen. Gute Tat, schlechte Tat.

Allerdings denke ich nicht, dass das Universum zwischen gut und schlecht unterscheidet. Es ist wertfrei. Alles was wir aussenden, ist wertfrei. Es ist einfach.

Nehmen wir an, dass alles, was wir tun, Auswirkungen auf unser eigenes Leben hat. Und zwar wirklich alles. Jeder noch so kleine, augenscheinlich unbedeutsame Gedanke schlägt sich in unseren Handlungen nieder und manipuliert die Welt um uns herum.

Die Früchte unseres Handelns müssen dabei nicht sofort eintreten, es kann Jahrzehnte dauern, bis sich zeigt, was wir verändert haben – nur können wir das oft nicht mehr in Zusammenhang bringen, aufgrund der Zeit die vergangen ist. Auch diesen Gedanken hat Boris in seinem Blog sehr schön veranschaulicht und ich bin dankbar und zugegebenermaßen ein bisschen neidisch auf sein Talent, solch schwammige Thesen zusammenzufassen und verständlich zu machen.

Aber zurück zum Wesentlichen: Wenn Karma, das Gesetz der Anziehung oder wie auch immer wir es nennen mögen existiert, und ich bin der Überzeugung, dass es das tut, dann ist es nur logisch, vor jeder einzelnen Entscheidung die ich fälle, vor jeder Handlung, in mich zu gehen und mir die essentiellste aller Fragen zu stellen:

Trägt das dazu bei, zu erreichen, was ich wirklich will?

Am Tag vor unserer Segelreise hatte ich mit Bernhard eine sehr ehrliche Unterhaltung über erlebte Trauma, was diese für Verhaltensmuster in uns auslösten, wie wir damit heute und zukünftig umgehen möchten und vor allem, welche Rolle das Thema Verzeihung und auf Entschuldigung warten für uns hat.

Mein Verhältnis zu meinen Eltern wurde aufgrund zahlreicher sich wiederholender Aktionen, geprägt durch körperliche Gewalt und Ignorieren, bereits früh geschädigt.

Als Kind habe ich regelmäßig Zustände in größter Angst erlebt, die mich sowohl körperlich, wie gedanklich stark bremsten. Ich war wie gelähmt, wenn ich wieder mal vor der Haustüre saß, wohlwissend, dass mich drinnen Schläge und Wut erwarten, und gleichzeitig wusste, dass mein Verharren vor der Türe die Situation nicht besser macht, sondern mir nur noch mehr Ärger wegen Zuspätkommens beschert.

Ich aß zeitlebens getrennt von meinen Eltern. Gesprochen wurde zuhause nicht. Und wenn doch, dann wurde ich wahrscheinlich wieder mal mit „Guten Morgen…

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2 Gedanken zu “Weil Gedanken Samen sind

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