* 2016 *

Im letzten August habe ich für mich persönlich bereits festgestellt, dass das Jahr 2016 ein Denkwürdiges ist. Für mich ist so viel passiert!

Kurz vor dem Jahreswechsel 2015/16 habe ich mir meine erste eigene Wohnung genommen, was einen Meilenstein in meiner Persönlichkeitsentwicklung darstellt.

Anfang des Jahres habe ich die Beziehung mit M. beendet, die bisher intensivste Partnerschaft, durch die ich am meisten über mich lernen konnte. Ich habe die Symbiose aufgebrochen, die Coabhängigkeit überwunden, gelernt Grenzen zu setzen und mehr auf meine Intuition zu hören. Seither lebe ich alleine und nichts war jemals geiler.

Ich habe mich extrem mit dem Tod, dem Leben und meiner eigenen Psyche auseinandergesetzt, geschrieben und reflektiert bis zum Gehtnichtmehr (Danke, liebe WordPress-Community! Danke Land der Träume!), lebensverändernde Erkenntnisse gehabt. Dazu haben auch meine ersten Erfahrungen mit dem Psychedelikum LSD beigetragen. Ich habe neue Dimensionen in mir und um mich herum entdeckt, deren Existenz mir bisher nicht bewusst gewesen war.

Nach einer langen Phase des exzessiven Missbrauchs von Ecstasy (hauptsächlich) und damit verbundenen Depressionen, Selbstzweifeln, Abstürzen, habe ich es endlich geschafft, eine gesunde Beziehung zu Drogen und Partyszene aufzubauen.

Und last but not least arbeite ich seit Ende des Jahres, was mir eine ganz neue Lebensqualität gibt. So etwas wie einen Rhythmus zu haben (ich arbeite 4 Tage Nachtschicht, dann 4 Tage frei usw.), lässt mich meine Prioritäten überdenken und meine zeit sinnvoller einsetzen – da bin ich noch mitten im Prozess, dennoch gehört es zu den Errungenschaften 2016, dass ich endlich einen Job gefunden habe, der mir Spaß macht.

Ich bin jetzt ein neuer Mensch und kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich einen Entwicklungssprung gemacht habe. Für mich ist das Jahr 2016 kein Teufelsjahr, wie für viele andere. Es war das bisher interessanteste Jahr meines Lebens!

Das ist nicht nur für mich so. Dass das Jahr 2016 so krass war meine ich. Jeder den ich kenne hat mindestens einmal in meiner Gegenwart genau diesen Umstand betont.

Wie krass es war.

Ich habe mich gefragt, warum das so ist. Warum war die Ereignisdichte so hoch im letzten Jahr? Man könnte jetzt behaupten, jedes Jahr passieren verrückte Sachen. Ist ja auch so. Jedes Jahr sterben Menschen, passieren Katastrophen, werden neue Präsidenten gewählt und Könige gekrönt. Das meine ich aber nicht.

Denn die Dichte der Ereignisse ist ja nicht nur global so hoch. Sondern auch im Mikrokosmos unserer alltäglichen Existenz. Ausnahmslos alle Personen in meinem nahen Umfeld empfanden das Jahr 2016 für sich persönlich als besonders ereignisreich, um nicht zu sagen schwierig. Und das gilt auch für Personen, die ich gar nicht persönlich kenne, sondern nur übers Internet beispielsweise. Damit scheint es unwahrscheinlich, dass es an mir liegt. Die Theorie, dass ich nämlich meine eigenen Veränderungen, beziehungsweise den Energiefluss dessen auf mein Umfeld übertrage, hatte ich nämlich auch schon. Trägt möglicherweise auch seinen teil zu meiner Wahrnehmung bei, das will ich hier nicht außer Acht lassen. Dennoch, es scheint irgendwie etwas größeres zu sein.

Vor zwei Wochen hatte ich dann einen Gedanken, der das alles erklären würde. Der erklären würde, warum die Menschen die Kontrolle verlieren. Warum Trump Präsident wurde. Warum so viel passiert, das die Menschen zum Nachdenken anregt.

 

o Die Welt wird aufwachen o

Wäre es nicht schön, wenns so wäre? Ich möchte daran glauben. Zumindest weiß ich, dass ich wach bin und dass ich mit allem was ich tue, mein Umfeld beeinflusse. So verbessere ich die Welt. Indem ich mich selbst verbessere. Und ich habe das Gefühl, dass immer mehr Menschen so denken.


Fußnote: Ich hasse Jahresrückblicke und das ist das erste Mal, dass ich einen schreibe.

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2 Kommentare zu „* 2016 *

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