Körperliches

Wenn man Nachtschicht an irgendeinem Empfang schiebt und somit auch gleichzeitig als Sicherheitsmensch funktioniert. Dann fällt einem, geschuldet durch den Umstand, dass man weiblich ist, irgendwann auf, dass es das nicht so oft gibt. Also, dass weibliche Personen in Nachtschicht arbeiten. Und schon gar nicht als Empfangs Schrägstrich Pförtner Schrägstrich Sicherheitsmensch. Da ist Frau nämlich im Zweifel die einzige Person, die zwischen dem Störenfried und den zu Störenden steht, wobei die zu Störenden ja gar nicht da sind, es ist ja Nachts, aber das ist den Verrückten ja egal, und jetzt sehen wir es doch mal ein für allemal ein. Emanzipation, Frauenquote, hin her bla bla. Frauen im Sicherheitsdienst sind nicht üblich und das ist auch okay, schließlich sind Frauen in der Regel keine 2 Meter groß oder haben breite Schultern.

Aber ich komme vom Thema ab. Jedenfalls, wenn man dann als Frau des Nächtens an so einem Empfang sitzt, dürfte einem mit der Zeit zwangsläufig auffallen, dass alle Kollegen Männer sind. Auch das ist okay, schließlich sind Männer in der Regel 2 Meter groß und haben breite Schultern. Scherz beiseite. Denn während man so zwei Monate dieser Arbeit nachgeht, fällt einem auf, wie die Dynamik zwischen den Menschen sich ändert, wenn zwei oder gar drei Kollegen sich gleichzeitig mit einem als Frau in einem Raum aufhalten. Einem wird dann auch klar, dass das normalerweise nicht üblich ist.

Um zum Punkt zu kommen. So langsam wird einem in solchen Momenten bewusst, dass man in den richtigen Umständen für eine Gruppe Männer genau das darstellt, was man ist. Eine Frau.

Ohgott.

Und dann ist die auch noch fickbar.

Himmel.

(Ja, Eigenlob stinkt, aber sehen wirs mal realistisch. Ich würde nie Model werden, schon alleine weil ich nie Model werden wollen würde, aber an potentiellen Geschlechtspartnern mangelt es mir mit Nichten. Ich empfinde mich als fickbar und das darf ich auch. So.)

Also. Man unterhält sich dann nett mit einem Kollegen und spontan kommen zwei weitere hinzu. Man selbst als Frau kann dann sehr schön beobachten -vorausgesetzt man besitzt das nötige Quäntchen Achtsamkeit, das einem garantiert, nicht den Faden zum Gespräch zu verlieren- wie die Männchen vollkommen unbewusst beginnen, um einen zu buhlen. Wobei Unbewusst das Zauberwort ist, weil man als Frau natürlich nicht weiß, wie viel davon bewusst ist und wie viel aufs genetische Konto wandert. Dennoch ist es insgesamt unverkennbar und man kann dann schon mal fast das Testosteron riechen und wahrscheinlich wissen die Herrschaften, wenn sie den Raum verlassen haben, dann auch nicht mehr so recht was da los war. Ich glaube sogar, dass das wohl am Wahrscheinlichsten ist.

Oder ob ein paar davon wirklich so denken? „Pah. Die beiden anderen sind voll die Lappen. Ich wär die bessere Wahl, ganz klar.“

Möglich ists. Unterstellen will ich nichts. Vielleicht bin ich ja auch doch eingebildet, ohne mir dessen bewusst zu sein und mein durch aktuelle Anlässe (hrhr) gepushtes Ego vermittelt sich selbst das Gefühl, unwiderstehlich zu sein und veranlasst mich, diesen Blogeintrag zu schreiben, um es sich selbst zu machen.

Apropos. Carolin Kebekus behauptete ja, es gebe nur ein verwertbares Wort im Internet fürs Masturbieren der Frau: „Die Hölle putzen“. Ja, es ist witzig, mir treibt allein das Schreiben ein Schmunzeln ins Gesicht, aber. Ab sofort haben Frauen fast genau so viele Wörter dafür wie Männer. Mein Favorit: Nummer 6

Meine Nachtschicht neigt sich zum Ende und dieser Beitrag tut es ihm gleich.

Liebe für dich.

(P.S.: Ich habe heute spontan beschlossen, mit meinen Microdosing-Experimenten zu beginnen. Sobald das erste abgeschlossen ist, gibts einen resümierenden Beitrag dazu. Und natürlich auch ne Erklärung. Freut euch. LOS!)

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6 Gedanken zu “Körperliches

  1. Liebreizende Libra! Wir haben beim Training eine ähnliche Situation mit einer einzigen, langbeinigen, schöngesichtigen jungen Dame in der Männergruppe der sehr kontaktbetont trainierenden. Was da dann an ‚Lockerroom talk‘ in der Umkleidekabine stattfindet, würde ich keinesfalls als unbewusst bezeichnen. Mit Testosteron hat es allerdings sehr viel zu tun.

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  2. Ja wir Männer sind Idioten. Ich auch.
    Funktioniert aber auch ähnlich umgekehrt, wenn eher auf der Macht, als auf der Sexuellen Ebene. Ich meine, bei drei Frauen und ein Mann, soll der Mann natürlich das machen, was Alpha-Frau sagt. Eigentlich lustige Zeiten in denen wir leben.
    Und irgendwann sind alle Frauen fickbar. Das ist so bei der Bundeswehr: 30 Männer und keine Frau 😀

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    • Stimmt, umgekehrt hab ichs nie betrachtet. Aber ja, wenn man mal so drüber nachdenkt, sind Weiber schon ne machtgeile Spezies…
      Haha okay, ich nehm das jetz mal nicht als Abwertung meiner Fickbarkeit 😀

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  3. ich hab auch ein paar jahre im nachtdienst gejobbt, im hotel, da waren keine kolleginnen um mich herum, ich war immer allein. aber einmal kam ein betrunkenes pärchen und wollte ein zimmer für eine nacht, und als die frau mich erblickte, meinte sie spontan: ICH WILL DEN KELLNER FICKEN! tja.

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    • Im Grunde bin ich ja auch die genze Zeit allein. „Kollegen“ bezieht sich dann auf die Herren von der Nachtstreife, bzw. Pausenablöse.

      Ich lese deine Beiträge über die Zeit im Turmhotel sehr gerne. Fühle mich ab und zu an meinen eigenen Arbeitsplatz erinnert. Klingt ganz so, als wärst auch du fickbar 😀

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