Klinik-Tagebuch Tag 3

02.03.2018 - 16:27 Mein erster Gedanke nach dem Aufstehen: "Jetzt einen rauchen..." Die Einsicht, das nicht zu können, hat mich schwer deprimiert. Zum Frühstück habe ich nur ein belegtes Brötchen runtergekriegt. Danach habe ich mir Buscopan gegen Regelschmerzen geben lassen. Das hat meinen Magen etwas gefickt. Ein Magenschutz half. Starke Unruhe. Um 9:00 Ergotherapie. Ich... weiterlesen →

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Wiedervereinigung

In meinem Schädel rast es. Die Gedanken strömen, das Kopfkino läuft, unaufhaltsam, weiter, immer weiter. In meiner Brust kocht es. Die Gefühle wirbeln, treffen sich auf halbem Weg mit den Gedanken, vermischen sich mit ihnen und bilden einen homogenen, festen Klumpen in meiner Kehle. Der dicke, schwere Vorhang ist weg, die Trennwand zwischen Hirn und... weiterlesen →

rennen

Glücklich zu sein ist eine der schwersten Aufgaben des Lebens. Manchmal bekomme ich das Gefühl, dass es fast unmöglich ist. Wir laufen durch die Straßen, sind irgendwo unter dem dicken Schutzmantel aus Masken und Konditionierungen verwirrt und verängstigt und haben nicht den blassesten Schimmer, was wir eigentlich hier tun. Wir rennen uns selbst hinterher.

Klinik-Tagebuch Tag 2

"01.03.2018 - 8:28 Um 7:00 klingelte der Wecker. Ich habe nicht so gut geschlafen, bin oft wach geworden. Um 7:45 fand die Morgenrunde statt. Alle Patienten und die Oberschwester, in Begleitung des Lehrlings, sitzen dabei im Besprechungsraum im Kreis. Der Küchen- und Ordnungsdienst wird eingeteilt und die Schwester liest vor, wer zur Belastungserprobung (BEP)* zugelassen... weiterlesen →

Klinik-Tagebuch Tag 1

"28.02.2018 - 11:00 Etwas ratlos setze ich mich an einen Tisch im Aufenthaltsraum und starre meinen Schreibblock an. Die einzige andere Person im Raum stellt sich mir vor. Sie wirkt freundlich, ihr russischer Akzent gibt ihr eine gewisse Härte. Zum ersten Mal seit Abfahrt habe ich das Bedürfnis zu kiffen. Ich fühle mich übermüdet. Habe... weiterlesen →

Das Ende vom Anfang

26. Februar 2018 Von jetzt auf gleich bin ich in die Suchtambulanz gefahren und habe mich zur Entgiftung angemeldet. Zwei Tage vorher hatte ich erneut einen Zusammenbruch. Vermutlich hat der auch was mit den Nachwirkungen vom Etizolam zu tun, das ich Tags zuvor genommen hatte. Mein soziales und gesellschaftliches Umfeld sind stabil, ich kümmere mich... weiterlesen →

nichtloslassenwollen

Im Laufe eines Lebens komme ich immer wieder an diesen Punkt. Ich habe Angst, wenn ich im Begriff ist, etwas aufzugeben, mich zu verändern, anders zu werden. Vielleicht mehr zu der, die ich sein möchte. Oder die ich schon immer gewesen bin, aber das wird mir immer erst im Nachhinein klar - dass ich eine Täuschung gelebt habe. Aus so einer Täuschung zu... weiterlesen →

Immer dieses „Warum“…

Wenn man so durch die Welt geht und Dinge tut und erlebt und einem Dinge gesagt werden und man Dinge sagt, kann es passieren, dass einem gute Dinge passieren. Und dann ist man stolz auf sich und sagt sich, das hab ich gut gemacht, dafür hab ich gearbeitet, das habe ich mir verdient, das wurde... weiterlesen →

101

Da brat mir doch einer 'nen Storch. Oder lieber nicht, die sind ja vom Aussterben bedroht. Vielleicht lassen wir das mit dem Braten auch ganz und essen lieber 'nen Apfel, weil's gesünder ist. Aber mal im Ernst. Ich geh kaputt. Einhundert und ein Mensch liest meinen Blog. Nicht, dass mich das überrascht. Nein, ich kann... weiterlesen →

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